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Tiergestützte Therapie

Tiergestützte Therapien und Aktivierungsmaßnahmen

Unser Projekt ist für Patienten/innen und Interessierte gedacht, die gerne Tiere um sich haben. Das Angebot soll die allgemeine Lebensqualität erhöhen, bei der Bewältigung kritischer Ereignisse unterstützen (z.B. Pflegebedürftigkeit, Einsamkeit), zu körperlichen und geistigen Aktivitäten motivieren und die Angebotsvielfalt an Freizeit-Gestaltungsmöglichkeiten steigern.

Ich bin ausgebildete Anwenderin für Tiergestützte Therapien und darf auch Halter und Hunde in diesem Bereich ausbilden. Selbst habe ich vier ausgewachsene Flat coated Retriever, die in verschiedenen Aufgabenbereichen arbeiten. Flat coated Retriever sind sehr motivierte und arbeitswillige Hunde mit angenehm liebenswertem und sehr menschenbezogenem Charakter. Das "will to please" ("gefallen wollen") macht als besonderen Charakterzug die Ausbildung leichter. Deshalb bin ich auch als geprüfte Züchterin dieser edlen Hunderasse tätig. Die Hündin Chocolate Dakota hat 2007 die Ausbildung erfolgreich absolviert, zwei Hündinnen sind in Ausbildung zum Therapiebegleithund. Therapiebegleithunde erfüllen genau festgelegte Verhaltenskriterien und werden geplant zu Therapiezwecken mit konkreten Zielstellungen eingesetzt.

Einsatzgebiete

Demenzerkrankte

Es werden Spaziergänge angeboten, bei denen z.B. noch mobile Demenzerkrankte Dakota oder Amelie mit der Hundeleine über weitläufiges Gelände führen können – immer in meiner Begleitung, versteht sich. Die demenziell erkrankten Menschen treten den Hündinnen mit Fürsorglichkeit entgegen und fühlen sich dadurch gebraucht und wertgeschätzt. Durch den Besuch der Hündinnen können tierbezogene biographie-therapeutische Elemente aufgegriffen werden, was bei den Pflegebedürftigen, die ganz überwiegend in ländlichen Strukturen aufgewachsen sind und regelmäßigen Umgang mit Tieren hatten, zu erstaunlichen Erinnerungsschüben führt. Außerdem wirken sich die Streicheleinheiten und die "dankbaren" Reaktionen der Hündinnen förderlich auf das Wohlbefinden der Patienten/innen aus. 

Die tiergestützte Therapie ist eine Betreuungsform, die ein "zusätzliches qualitätsgesichertes Betreuungsangebot bzw. Entlastungsangebot (nach §45b SGB XI)" darstellt:

  • das den einzelnen Teilnehmer anerkennt und akzeptiert, wie er ist und ihn wertschätzt
  • das den Interessen, Fähigkeiten und Möglichkeiten des einzelnen Teilnehmers entspricht
  • das Leistungsdruck, Stress oder Überforderung meidet
  • das die Sinne würdevoll stimuliert (= Timalation z.B. mit Snoezelen, durch riechen, sehen, hören, fühlen...)
  • das die Bereitschaft zu körperlichen Tätigkeiten steigert, durch Fell bürsten, füttern, Ball spielen streicheln, kuscheln spazieren gehen ...
  • das Erinnerungen wachruft und Assoziationen schafft
  • das die eigene Identität stärkt
  • das den Alltag durchbricht und Lebendigkeit – Leben – einbringt u. somit Abwechslung im Alltagsgeschehen ermöglicht
  • das soziale Interaktionen verstärkt und die Bereitschaft zur Kommunikation fördert, zum Gespräch motiviert
  • das Aufmerksamkeit und Konzentration erhöht
  • das feinmotorische Fähigkeiten fördert
  • das Vertrautheit, Zuneigung, emotionale Wärme und Bindung ermöglicht und fördert, Emotionen weckt
  • das, das Gefühl vermittelt, "gebraucht" zu werden und Spaß zu haben, indem sie Dakota und Happy z.B. füttern, bürsten oder mit ihr spielen
  • das durch den regelmäßigen Kontakt zu den selben Zeiten Vorfreude und Wiedererkennung erweckt

Positive psychologische Auswirkungen:

  • emotionales Wohlbefinden
  • Wärme spüren
  • Geborgenheitsgefühl
  • Entspannung
  • Beruhigung
  • Übernahme von Verantwortung
  • Selbstsicherheit
  • Förderung des Selbstwertgefühls
  • Förderung eines positiven Selbstbildes
  • Angst- und Stressreduktion
  • Trost
  • Ablenkung

Positive physiologische Auswirkungen:

  • Stabilisierung des Herz- Kreislaufsystems
  • Entspannung der Muskulatur
  • Spielen und Lachen verringern die Schmerzempfindung
  • Aktivsein und Bewegung => Verbesserung des Gesundheitsverhaltens
  • Tiergestützte Therapie in Schulen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Krankenhäusern, Kinderkliniken, psychiatrischen Einrichtungen, Reha- Kliniken, Frühförderstätten & Kinderheimen, Kindergärten & Kinderheimen, Seniorenwohnheimen, Hospizen